Das Projekt
Der Windpark Am Eisenkopf
An der Gemeindegrenze zwischen Lahnau und Biebertal befinden sich ein bestehendes Windvorranggebiet sowie Flächen die im Zuge der Teilregionalplanung Mittelhessen 2016/2020 als solche ausgewiesen wurden. Im Dezember 2025 haben der Eigentümer die Gemeinde Lahnau und Qair Deutschland die Nutzungsvertrag für die forstliche Flächen im Lahn-Dill Kreis unterzeichnet und somit den Grundstein für das Projekt Am Eisenkopf gelegt.
Der Windpark Am Eisenkopf soll mit bis zu drei Windenergieanlagen der neuesten Generation und einer Gesamtleistung von 20,4 MW errichtet werden.
Zuschnitt Potentialfläche
Nach erfolgreicher Ausweisung des Vorranggebietes und dadurch einhegende umfassende Analyse unter Berücksichtigung von Ausschluss-, Restriktions- und Eignungskriterien durch den Planungsverband – einschließlich Öffentlichkeitsbeteiligung – erfolgt ein präziser Zuschnitt der Planungsfläche basierend auf deren Potenzial durch Qair.
Im Projektgebiet bestimmen dabei vor allem folgende Belange unsere Planungsfläche:
- Abstand zu Wohnbebauung
- Topografie
- Vorhandene Wegestruktur
Innerhalb des Planungsgebiets gibt es keine Naturschutzgebiete, FFH-Gebiete oder ausgewiesene Biotope. Teile des Gebiets liegen jedoch in der Wasserschutzgebietszone III, und im Norden und Westen grenzt es an ein FFH-Gebiet bzw. Landschaftsschutzgebiet an.
Stand Regionalpläne
Das Planungsgebiet liegt in einem rechtskräftigen Windvorranggebiet des Regionalplans Mittelhessen (Regierungsbezirk Gießen). Dieses wurde durch den Teilregionalplan Energie Mittelhessen 2016/2020 mit Beschluss der Hessischen Landesregierung vom 29.06.2020 fortgeschrieben.
Natur- und Umweltschutz
Bei der Planung streben wir stets ein waldschonendes Projektlayout an. Durch die Nutzung bereits vorhandene Infrastruktur – d.h. Forstwegen – kann der Eingriff für die Anbindung der WEA-Standorte minimiert werden. Aus anderen bereits umgesetzten Windparks im Wald haben wir zudem einen breiten Erfahrungsschatz, durch welchen wir Eingriffsfläche auch in topographisch bewegten Flächen reduzieren können.
Zudem kartieren wir im Jahr 2026 Flora und Fauna – diese haben bereits begonnen. Die Ergebnisse werden im Anschluss in sogenannten Kartierungsberichten zusammengetragen und fließen in unsere Layoutplanung ein. Hieraus können Verschiebungen der Windenergieanlagen-Standorte inklusive Kranstellflächen und Zuwegung resultieren, um den ökologischen Einfluss des Windparks weiter zu minimieren.
Bevorzugt nutzen wir Lagerflächen außerhalb des Waldes, damit hierfür keine Bäume gefällt werden müssen. Dies wird auch in diesem Projekt angestrebt, hängt jedoch auch davon ab, ob wir geeignete Flächen finden und sichern können.
MW